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Narzissen zum Weltfrauentag in Aachen

Auf dem Friedrich-Wilhelm-Platz möchten Mitglieder von Amnesty International auf den Weltfrauentag am 8. März hinweisen. Dazu werden in der Zeit von 13.00 bis 17.00 Narzissen verteilt.

Unter dem Motto: Der Arabische Frühling darf nicht verblühen! soll ein kritischer Blick auf die Menschenrechtsituation von Frauen in Ägypten geworfen werden.
Die Geschlechterungleichheit ist in Ägypten sehr stark ausgeprägt. Laut Weltwirtschaftsforum 2011 rangiert Ägypten weltweit auf Platz 123 von 134 einer Länderskala zum Stand der Gleichberechtigung von Männern und Frauen.
Als die Proteste in Ägypten im Januar 2011 begannen, forderten Männer und Frauen Seite an Seite ein Ende der Repressionen und umfassende Reformen. Frauen wie Männer hatten unter der Unterdrückung des Regimes von Hosni Mubarak gelitten. Für Frauen kamen jedoch zusätzlich diskriminierende Gesetze und eine tief in der ägyptischen Gesellschaft verwurzelte Ungleichheit der Geschlechter hinzu.
Als Mubarak nach 30 Jahren im Februar 2011 schließlich gestürzt wurde, hofften gerade die Frauen auf ein neues Ägypten ohne Diskriminierung und mit gleichberechtigter Teilhabe an der politischen Neugestaltung des Landes. Die neuen - fast ausschließlich männlichen - Machthaber erfüllten diese Hoffnungen bislang nicht. Frauen bleiben weitgehend von der politischen Partizipation ausgeschlossen, werden diskriminiert und an den Rand gedrängt. Die Aktion will die Frauen unterstützen, dies zu ändern und ihre Rechte durchzusetzen.

Ein weiterer Schwerpunkt: In Kambodscha kämpfen Frauen an vorderster Front gegen rechtswidrige Zwangsräumungen und für ihr Recht.
Rechtswidrige Zwangsräumungen gehören seit Jahren zu den gravierendsten Menschenrechtsverletzungen in Kambodscha. Tausende Menschen sind Opfer von Zwangsräumungen, illegalen Landnahmen und Landstreitigkeiten. Frauen treffen solche illegalen Zwangsräumungen besonders hart: Häufig verliert die Familie ihr Lebensgrundlage. Da es in den Umsiedlungsstätten kaum Arbeitsmöglichkeiten gibt, sind die Männer gezwungen getrennt von ihren Familien zu leben, um Geld zu verdienen. Die Frauen müssen sich allein um den Alltag und die Familie kümmern. Frauen kämpfen an vorderster Front gegen rechtswidrige Zwangsräumungen und für ihr Recht.

Die Save me-Kampagne (www.save-me-aachen.de) setzt sich in besonderer Weise für schutzbedürftige Frauen ein. Zu allen drei Themen halten wir Informationsmaterial bereit und bieten Möglichkeiten zur Unterstützung an.

Herzliche Einladung an alle Interessierte!

Rückfragen und Informationen:

Amnesty International
Asyl-Gruppe Aachen
Adalbertsteinweg 123 a/b
52070 Aachen
asylgruppe-1206@amnesty-aachen.de
Hotline: +49 177 4158818 (Mo. 18-20 Uhr & Fr. 13-15 Uhr)

Die Asylgruppe auf Facebook: http://facebook.com/amnesty.asylgruppe.aachen
Die Save-me Kampagne auf Facebook: http://facebook.com/savemeaachen